Die politische Symbolik der Ukraine, der Bukowina und der Stadt Czernowitz/Tscherniwzi und die Statue der "Austria"#
von Peter DiemInhaltsverzeichnis
- Die politische Symbolik der Ukraine, der Bukowina und der Stadt Czernowitz/Tscherniwzi und die Statue der "Austria"
- Ukraine - die große Unbekannte
- Nationale Traumata im 20. Jahrhundert
- Symbole der Ukraine
- Die orange Revolution
- Die Nationalhymne der Ukraine
- Der ukrainische Nationalfeiertag
- Die ukrainische Währung
- Der Tryzub auf Briefmarken
- Hauptvertreter der ukrainischen Literatur
- Der Eurovisions Song-Contest 2004
- Der Mittelpunkt Europas
- Symbole der Bukowina
- Geschichtlicher Überblick
- Die Heraldik
- Symbole der Stadt der Stadt Czernowitz / Tscherniwzi
- Siegel und Wappen
- Die österreichische Periode (1775-1918)
- Die rumänische Periode
- Die sowjetische Periode (1940 -1991)
- Die moderne Periode (seit 1991)
- Das Denkmal der Austria
Ukraine - die große Unbekannte#
Grunddaten
der Ukraine: Fläche
603.700 kmÖ,
Einwohnerzahl
47.056.163
Währung
:1
Hrywnja
= 100 Kopeken\\
Allgemeines:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine
http://www.ukraina.at/
Ukrainische
Botschaft: http://www.ukremb.at/\\
Geschichtlicher
Überblick
09.-10. Jh. Kyiwer Rus. Das
mittelalterliche Reich
vereinigt die Ostslawen von der Ostsee bis zum
Schwarzen
Meer und von der Wolga bis zur Theiss;.
12.-14. Jh. Das Fürstentum
Galizien-Wolhynien.
Blütezeit im 13. Jh. unter Fürst Danylo.
Mitte
des 14. Jahrhunderts wird das Fürstentum zwischen Polen und
Litauen aufgeteilt
1569
Polnisch-litauische Realunion von Lublin: Fast die ganze Ukraine kommt
an das Königreich Polen
1596
Kirchenunion von Brest: Spaltung der orthodoxen Kirche in Polen-Litauen
und Entstehung der
unierten
Kirche.
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1648/54
Befreiungskrieg unter Führung vom Hetman Bohdan Chmelnyzkyj.
Die
Gebiete östlich vom
Dnipro
geraten nach und nach unter direktes Protektorat Russlands
1772
Erste Teilung Polens: Galizien fällt an Österreich
1793
Zweite Teilung Polens: Die rechtsufrige Ukraine fällt an
Russland
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1917/18
Ukrainische Volksrepublik - Westukrainische Volksrepublik
1918/22
Bürgerkrieg in der Ukraine. Die Ukraine wird Bestandteil der
UdSSR.
Die
Gebiete im Westen der Ukraine werden zwischen Polen, Ungarn und
Rumänien aufgeteilt
1932-33
Hungersnot nach der Zwangskollektivierung durch das Stalin-Regimes mit
6-7 Millionen Toten
1939
Eingliederung der Westukraine in die Sowjetunion nach dem
Hitler-Stalin-Pakt
1941-44 Im
Zweiten Weltkrieg wird die Ukraine durch deutsche Truppen besetzt.
1954
Die Krim kommt zur Ukraine
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16. Juli 1990 Das Parlament (Werchowna
Rada) verkündet die Souveränität der Ukraine
24. Aug 1991 Unabhängigkeitserklärung der Ukraine
Nationale Traumata im 20. Jahrhundert#
Holodomor
(wörtlich: Hunger-Seuche): 1932/33: Als Maßnahme gegen ukrainische
Unabhängigkeitsbestrebungen befiehlt Stalin, die gesamte Ernte zu
beschlagnahmen und die ukrainische Landbevölkerung von der
Lebensmittelversorgung abzuschneiden. Bis zu 7 Millionen Ukrainer
verhungern, ohne dass die Weltöffentlichkeit von diesem Genozid Notiz
nimmt.
Gedenktag
ist der letzte Samstag im November.
Bykovnya ist ein
Vorort von Kyjiw. In einem Pinienwald ("Darnitsa") wurden 1937 mehr als
100.000 Opfer des stalinistischen Terrors in Massengräbern verscharrt.
Bis 1988 hatte die offizielle Sowjetunion behauptet, es
hätte sich um "6.329 Sowjetsoldaten, Partisanen und Mitglieder
der Untergrundbewegung gehandelt, die von den Nazi-Besatzern
1941-43 umgebracht worden waren."
Deutsche
Wehrmacht und SS
verursachten in der Ukraine
5-7 Millionen Tote; die Städte und die Wirtschaft
wurden fast völlig zerstört. Über eine Million Ukrainer wurden zur
Zwangsarbeit Richtung Deutschland deportiert. Sie wurden durch
den Tryzub gekennzeichnet.
Babyn
Jar
(Weiberschlucht):
Am 29. und 30. September 1941
wurden in einer Schlucht im Stadtgebiet von Kyjiw mehr als 33.000 Juden
durch Maschinengewehrfeuer ermordet, gefolgt von weiteren regelmäßigen
Massenerschießungen mit etwa 70.000 Toten aus verschiedenen
Bevölkerungsgruppen.
Krimtataren: Im Mai
1944 wurden 200.000 Tataren aus der Krim deportiert, nachdem ihnen
Stalin Kollaboration mit den Nazis vorgeworfen hatte. Erst
nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 war eine Rückkehr möglich.
Kollaboration: Eine
Teilgruppe der 1930 in Wien gegründeten Organisation Ukrainischer
Nationalisten (OUN), die sich mit zwei Bataillonen ("Roland" und
"Nachtigall") 1941 den einmarschierenden deutschen Truppen unter dem
Tryzub anschloss, in der Hoffnung, so die Befreiung vom Sowjetjoch
erwirkenzu können. Dies gelang jedoch nicht - Galizien wurde Teil des
deutschen Generalgouvernements und der Süden fiel an Rumänien. Stepan
Bandera und seine Mitkämpfer wurden verhaftet.
Tschornobyl:
Am 26. April 1986 ereignete sich in der Stadt Prypjat (im
Norden von Kyjiw) nach einem misslungenen Experiment eine katastrophale
Kernschmelze und Explosion im Kernreaktor Block 4. Etwa
400.000 Personen mussten aus der 30-km-Zone umgesiedelt werden. Rund
4.000 Personen sterben an den Folgen der radioaktiven
Verstrahlung.
Von
großer symbolischer Bedeutung ist der
Umstand, dass "Tschornobyl" übersetzt "Wermutkraut" heißt -
und in der Johannes-Apokalypse heißt es: "Der dritte
Engel blies seine Posaune. Da fiel ein großer Stern vom Himmel;
er loderte wie ein Fackel und fiel auf ein Drittel der Flüsse
und auf die Quellen. Der Name des Sterns ist "Wermut". Ein Drittel des
Wassers wurde bitter, und viele Menschen starben durch das Wasser, weil
es bitter geworden war." (Off. 8, 10-11)
Symbole der Ukraine#
Die Nationalflagge der Ukraine besteht aus zwei horizontalen Streifen, von denen der
obere blau und der untere gelb ist.

Die Farben Blau und Gelb gehen zumindest auf die Heraldik des Fürstentums Galizien-Wolhynien
(1312-1569), wenn nicht auf eine noch frühere Periode zurück.
In moderner Zeit wurden sie nach dem ersten Weltkrieg in
unterschiedlicher Reihenfolge verwendet. Nach der Proklamation der Unabhängigkeit
am 24. August 1991 (seither Nationalfeiertag)
wurden die Farben Blau-Gelb mit Gesetz vom 28. Jänner 1992 als
Nationalflagge angenommen.
Es fällt
auf, dass die Ukraine
im Gegensatz zu den meisten slawischen Völkern die Kombination aus Rot,
Blau und Weiß nicht verwendet. Gerne interpretieren die
Ukrainer ihre Farben als das Blau des Himmels über dem Gold der
Weizenfelder. Farbpsychologisch interessant ist, dass Blau und Gelb als
(heraldische) Grundfarben gemeinsam der Farbe Rot
entgegenstehen.
Die Farben
Blau-Gelb gehen bis
auf die Kosakenzeit zurück. Manche Historiker behaupten jedoch, dass
die ukrainischen Farben skandinavischen Ursprungs
sind. Die ersten Fürsten Kiews waren ja keine Slawen sondern Waräger
("Varinger" = Wikinger, Eidgenossen). Es war dies die Bezeichnung für
Normannen, die ihre Raubzüge von "Rhos" (Schweden) aus unternahmen und
einen Handelsweg vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer
einrichteten. Im Süden führte diese Handelsroute am Dnipro
entlang - mit 2.285 km ist er der drittlängste Strom Europas (nach
Wolga und Donau). Er teilt die Ukraine in einen
"linksufrigen" und einen "rechtsufrigen" Teil. Im 9. Jahrhundert
unterwarfen sich die slawischen Völker mehr oder weniger freiwillig den
Warägern: Der erste in der Geschichte erfasste Kiewer Fürst war Oleg
oder Oleh (882-912), dann Igor (912-945),
Olga (945-946) - jedenfalls alle mit warägischen Namen
benannt. Der Name Rus` hat somit keinen slawischen sondern einen
normannischen Ursprung.
Die orange Revolution #
Eine ganz andere Farbe, nämlich Orange, die
Zwischenfarbe zwischen Gelb und Rot - spielte eine große Rolle in den
Auseinandersetzungen um die Präsidentschaftswahlen
im November 2005
, aus denen Wiktor Juschtschenko
als Sieger hervorging. Seine Popularität sank jedoch kontinuierlich, und so gewann sein ehemaliger Gegenspieler am 7. Februar 2010 die Präsidentenwahl. Er wurde am 25. Februar 2010 in das Präsidentenamt eingeführt. Die in der Präsidentenwahl geschlagene Julija Tymoschenko wurde als Regierungschefin abgewählt. Neuer Ministerpräsident ist Nikolai Asarow .
Video über die Inauguration von Präsident Wiktor_Janukowytsch

Übergabe der Amtssymbole an den neuen Präsidenten

Das Wappen der Ukraine ist in blau ein goldener Dreizack. Auf einer Briefmarke
aus dem Jahr 2000 sind unter dem Wappen und den Farben die Insignien
des Präsidenten dargestellt: die Standarte, der Amtsstab, das Siegel
und die Amtskette.
Das zentrale politische Symbol der Ukraine ist der Tryzub
(Dreizack, auch Dreizahn). Das an das bekannte Attribut Poseidons
erinnernde Zeichen geht nicht auf die Seefahrt, sondern auf
die Herrscherfamilie der Kiewer Rus
unter Fürst
Wladimir (962-1015)
zurück. Er findet sich bereits auf Münzen
dieser Zeit. Es ist ungeklärt, ob es sich dabei ursprünglich um eine
Waffe, einen Anker oder ein Kreuz handelte. Manche Wissenschafter sehen
im Dreizack auch einen nach unten stürzenden Vogel, der aus der Zeit
der Chasaren
stammen könnte, deren Einflussbereich sich um 850 n.Chr. im Westen bis
and den Dnipro, also bis Kyjiv
erstreckte, bis sie 996 von der Kiewer Rus unterworfen wurden.
Nach
Verwendung durch die Kosaken im 17. Jahrhundert kommt der
Dreizack zum ersten Mal - wenn auch nur für ganz kurze Zeit - 1918 in
das Wappen der Ukrainischen
Volksrepublik
(vgl. die Briefmarken weiter unten).
Der
Dreizack erweckt bei manchen geschichtsbewussten Ukrainern allerdings
gemischte Gefühle, weil er auch das Symbol der sogenannten Bandera-Bewegung
war. Dies war eine Teilgruppe der 1930 in Wien gegründeten OUN,
der Organisation Ukrainischer Nationalisten
, die sich mit
zwei Bataillonen ("Roland" und "Nachtigall") 1941 den einmarschierenden
deutschen Truppen anschloss, in der Hoffnung, so die Befreiung vom
Sowjetjoch erwirken zu können. Dies gelang jedoch nicht - Galizien
wurde Teil des deutschen Generalgouvernements und der Süden fiel an
Rumänien. Stepan Bandera und seine Mitkämpfer
wurden verhaftet.
Ein traurige Funktion
erfüllte das nunmehrige Nationalsymbol der Ukraine in der Zeit der
nationalsozialistischen Terrorherrschaft: es diente zur Kennzeichnung
ukrainischer Zwangsarbeiter und KZ-Insassen, die dieses Zeichen wie
einen Judenstern aufgenäht tragen mussten.
Projekt eines Großen
Staatswappens

In Planung aber auch in Kontroverse ist das Projekt eines großen, dreiteiligen Staatswappens. In der Mitte würde sich der goldene Dreizack auf blauem Schild befinden. Heraldisch rechts sieht man als Schildhalter einen gekrönten Löwen. Dieser geht auf das Stadtwappen von Lemberg
Lwiw
zurück. Der andere Schildhalter ist ein Kosak, der
eine Muskete über die linke Schulter trägt. Die im geplanten großen
Wappen enthaltene Devise "Freiheit, Einheit, Wohlstand"
über den beiden Weizenähren wird gerne wie folgt
interpretiert: - Freiheit erinnert an das Freiheitsstreben der Kosaken,
- Einheit symbolisiert die Kyiwer Rus', als die heutigen Gebiete der Ukraine vereint waren, und
- Wohlstand steht für den ökonomischen Aufstieg der Ukraine.
Unten in der Mitte sieht man eine stilisierte Tscherwona Kalina (roter Schneeball). Diese Pflanze gilt als die nationale Blume der Ukraine. Der Entwurf des großen Wappens steht insgesamt für den Versuch, westliche und östliche heraldische Elemente zu vereinen.
Der Löwe findet sich seit dem 13. Jahrhundert im Stadtwappen von Lemberg / Lwiw (= Löwe). Die Stadt wurde durch den galizischen König Danylo (1201-1264) nach seinem Sohn Lev benannt.



Ein Grund, warum es Zweifel in der Eignung des Löwensymbols für das große
ukrainische Staatswappens gibt, liegt in dem Umstand, dass die 14.
Waffen-Grenadier-Division der SS "Galizien"
den Löwen als
Abzeichen führte. Zwar ist ziemlich sicher, dass diese Einheit, die
noch im April 1945 vor Graz kämpfte, nicht
in Kriegsverbrechen verwickelt war, aber ein schaler
Nachgeschmack bleibt doch. Das Bild
des Kosaken wird auf den Hetman Razumovs'kyj zurückgeführt, der in der
Zeit der Zarin Katharina II. (1729-1796) ein
gewisses Maß an Unabhängigkeit von Russland erkämpfen konnte.
Der
Kosakenmythos
ist im nationalen Denken der Ukrainer tief verwurzelt, was sich auch
aus der ukrainischen Nationalhymne (siehe weiter unten)
ablesen lässt. Die ukrainischen Kosaken werden auch als Zaporoger
bezeichnet (nach der Region Zaporizzja = "hinter
den Schwellen", d.h. südlich der Dnipro-Stromschnellen). Sie waren
strikt mit der orthodoxen Religion verbunden. Ihr von der
Vollversammlung gewählter Anführer wurde "Hetmann"
genannt. Als Zeichen seiner militärischen Befehlsgewalt führte er die bulava,
eine Art Szepter (vgl. die Insignien des heutigen ukrainischen
Präsidenten) und den buncuk, den Kommandostab mit
Ross-Schweif der Tataren. In seiner Novelle "Taras
Bulba" hat N. W. Gogol den Kosaken ein
literarisches Denkmal gesetzt.


Die Nationalhymne der Ukraine#

Noch sind der Ukraine Ruhm und Freiheit nicht gestorben,
Noch wird uns, junge Landsleute, das Schicksal gewogen sein.
Unsere Feinde werden vergehen wie Tau im Sonnenschein,
Und wir werden in unserem Lande, Brüder, selber die Herren sein.
Refrain : Seele und Leib setzen wir für unsere Freiheit ein
Und zeigen, Brüder: Wir sind vom Kosakenstamm.
Auf, Brüder, zum blutigen Kampf vom Sjan bis zum Don,
In unserm Heimatland soll kein Fremder mehr herrschen.
Das Schwarze Meer wird einst lächeln, der greise Dnipro sich freuen.
Unsere Ukraine sieht einem guten Geschick entgegen.
Refrain: Seele und Leib ...
Unser Eifer, gute Arbeit werden Früchte bringen,
Überall in der Ukraine werden frohe Lieder der Freiheit erklingen,
Über die Karpaten hinaus und durch die Steppen schallen.
Der Ruhm der Ukraine wird sich in alle Ferne verbreiten.
Refrain: Seele und Leib ...
Die Melodie der Hymne der Ukraine stammt aus der Feder eines aus der Westukraine stammenden katholischen Priesters, Mychajlo Werbyzkyi (1815-1870), der sie 1863 komponierte. Sie war als Vertonung des 1862 in der Verbannung in Archangeljsk verfassten patriotischen Gedichtes "Die Ukraine ist noch nicht tot" des aus der Gegend von Kiew / Kyjiw stammenden Ethnographen Pawlo Platonowytsch Tschubynskyi (1839-1884) gedacht. Das bald im ganzen Land gesungene Lied ähnelt in Melodie und Text der polnischen Nationalhymne
(1797). Ab 1917 als Nationalhymne
gesungen, wurde diese in der sowjetischen Zeit jedoch wieder
abgeschafft. Nach Erlangen der Unabhängigkeit (Souveränitätserklärung der
Ukraine am 16. Juli 1990; Unabhängigkeitserklärung
am 24. August 1991) wurde
das Lied 1992 zur
offiziellen ukrainischen Nationalhymne erhoben. Insbesondere wegen der als pessimistisch empfundenen Anfangszeile des ursprünglichen Gedichts ("Noch ist die Ukraine nicht gestorben, noch leben ihr Ruhm und ihre Freiheit") gab es Bestrebungen, einen neuen Text zu finden. Wie dies in ähnlichen Fällen vorzukommen pflegt, waren diese Bemühungen aber nicht von Erfolg gekrönt. So wurde 2003 vor allem die erste Zeile modifiziert (siehe oben). Interessant ist die im Refrain ausgedrückte starke Verbindung mit dem Kosakenmythos - der Hinweis auf das brüderliche Zusammenleben in den Kosakenstämmen. Offiziell gesungen wird nur die erste Strophe, wobei der Refrain wiederholt wird.
Tonbeispiele der Ukrainischen Nationalhymne
:Instrumentalversion
1
(472
k .mp3)
Instrumentalversion
2 (1,6 MB .mp3)
Vokalfassung
(gesungen
vom Schweizer Rechtsanwalt Michael Sauser,
1 MB .mp3)
Der ukrainische Nationalfeiertag#

Die ukrainische Währung#
Seit der Währungsreform im
September 1996 die Währungseinheit der Ukraine die Hrywnja
(ukrainisch Гривня / Hrywnja; russisch Griwna). 1 EUR = rund 7 Hrywnja.
Nicht alle Münzen und Scheine tragen das Staatswappen, auf den beiden
folgenden Beispielen ist es jedoch sichtbar:


Der Tryzub auf Briefmarken#






in der Wiener Postgasse (2005)
Ein wichtiger Faktor zur Erhaltung der ukrainischem Identität war und ist die Traditionspflege der vielen Millionen ausgewanderter oder im Ausland vorübergehend arbeitender Ukrainerinnen und Ukrainer.
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Dies
ist
ein weiteres Beispiel einer österreichisch-ukrainischen
Gemeinschaftsausgabe:
750 Jahre Lwiw/Lemberg
Die
ukrainische Sprache
Lange
Zeit galt das Ukrainische
als ein "kleinrussischer" Dialekt der "großen" russischen Sprache.
Besonders die Oberschichten blickten auf das "bäuerliche" Idiom
verächtlich herab. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die ukrainische
Sprache wirklich durch – als wichtiges nationales Kennzeichen und
Mittel der Identitätsfindung.
Seit 1991
ist Ukrainisch Staats- und Amtssprache, wobei aber das Russische in den
östlichen Landesteilen und in Kiew / Kyjiw / Kijew
weiterhin viel gesprochen wird.
Infolge der Sowjetisierung hatte sich auch eine Mischform der beiden
Sprachen entwickelt, der sogenannte Surschyk.
Wenn diese Verschmelzung zweier aus der selben slawischen Urform
hervorgegangener Sprachen auch auf dem Rückzug ist, so ist sie doch ein
interessantes Phänomen der uns immer wieder begegnenden
"Brückenfunktion" der "zwischenpositionellen" Ukraine. Das Thema der
eigenständigen ukrainischen Sprache ist ein weiterhin nicht
abgeschlossenes Element der
Identitätsdiskussion.
Im
Hinblick auf die in der Ukraine lebende starke
russische Minderheit (17% national, 60% auf der Krim, 20 - 40% im Osten
des Landes) ist der Schutz der russischen Sprache und Kultur jedoch in
der Verfassung festgeschrieben.
Vom
Russischen unterscheidet sich das Ukrainische in Wortschatz, Satzbau
und Lautbildung. So werden etwa die Vokale "e" und "o" in geschlossenen
Silben zu "i" , ebenso wird "je" zu "i". Hier ein paar
transkribierte Beispiele:
Noch bis ins 20. Jahrhundert nannten die Russen die Ukrainer, ihre "jüngeren Brüder", Chochol ("Schopf"), während umgekehrt die Ukrainer zu den Russen Kacap (mit einem Spitzbart kak cap - wie ein Ziegenbock) sagten.
Zum
Sprachproblem vergleiche:
http://blog.kievukraine.info/2007/02/tolerance-reduces-need-for-russian.html
²
Hauptvertreter der ukrainischen Literatur#
Taras Schewtschenko
(1814-1861) wird in der Ukraine als die bedeutendste historische
und literarische Gestalt verehrt. War 10 Jahre nach Kasachstan verbannt.
Gedichte, wie Sapowit ("Vermächtnis") aus seiner Gedichtsammlung Kobsar
(=wandernder Kobsa-Spieler) sind bis heute im Bewusstsein aller Generationen und Gesellschaftsschichten tief
verankert.
Iwan Franko
(1856-1916),
westukrainischer Publizist und Universalgelehrter, studierte in Wien,
schrieb deutsch, polnisch und ukrainisch. Gedicht Kamenjar (=Steinbrecher).
Jurij Fedkowitsch (1834-1888), bukowinischerächst deutsch, ab 1860 aber ukrainisch.
Wassil Stus(1938-1985), bedeutender Lyriker und Übersetzer, starb im berüchtigten Kältelager
von Kucino, in das er wegen seiner Proteste gegen die Russifizierungspolitik Breschnews gerbracht worden war.
Juri Andruchowytsch
(geb. 1960),
westeuropäisch orientierter Essayist und Romancier aus Iwano-Frankiwsk,dem früheren Stanislaus.
"Zwölf Ringe" (2005), Preis der Leipziger Buchmesse 2006 (Europa-Rede).
Der Eurovisions Song-Contest 2004#
Eurovision Song Contests 2004 (Istanbul)
und 2005 (Kiew)
Mit der Rekordpunkteanzahl
von 280 Punkten gewann 2004 die Ukrainerin Ruslana
Lyzhichko
souverän den 49. Eurovision
Song Contest in Istanbul mit Ihrer super Performance "Dikiye Tantsy" (Wild Dances).


Der 50. Eurovision Song Contest fand am 19. und 21. Mai 2005 in der
ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Der Veranstaltungsort war der Sportpalast (Palats Sportu) in der Kiewer
Innenstadt. Präsentiert wurden die Sendungen von den Moderatoren Mascha
Jefrosinina und Pawlo Schilko, der in der Ukraine unter seinem
Künstlernamen DJ Pasha bekannt ist und im letzten Jahr die Wertung
seines Landes verlas. Der erfolgreiche ukrainische Boxer Wladimir
Klitschko und die Vorjahressiegerin Ruslana führten zudem Interviews im
Greenroom und vergaben die Siegertrophäe. Gewinnerin war Elena
Paparizou, die für Griechenland mit dem Lied My Number One
antrat. Der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko überreichte der
Gewinnerin persönlich ein Eurovisions-Zeichen aus 500 Gramm Gold.
Der Mittelpunkt Europas#
Ein vielleicht eher kurioses Symbol, dem aber doch eine gewissen politische Bedeutung bei der
Hinwendung der Ukraine zu (West) Europa zukommt, ist der 1887
errichtete kleine Obelisk im Städtchen Rachiv (etwa 200 km westlich von
Czernowitz). In dieser Zeit wurden im Zuge des Baues der Eisenbahnlinie
Rahó–Szeged Vermessungsarbeiten durchgeführt. Im Verlauf dieser
Arbeiten stellten die Ingenieure fest, den geographischen Mittelpunkt
Europas
eingemessen zu haben. Nach gründlicher Überprüfung
bestätigten Wiener Wissenschaftler diese These. Die
berechneten Koordinaten sind 47º 56' 3" nördlicher Breite und 24º 11'
30" östlicher Länge.
Der Text der lateinischen Inschrift lautet: LOCUS PERENNIS
DiliGentissime cum libella librationis quae est in Austria et Hungaria
confecta cum mensura gradum meridionalium et parallelorum
OVUM ("OURM") europeum MD CCC LXXXVII.
Der Text wurde golden ausgezogen, offenbar fehlerhaft - jedenfalls völlig falsch in der Wikipedia.
Links
oben eine Tafel des sowjetischen Vermessungsamtes:
"Punkt des staatlichen Geodäsienetzes mit historischem Wert,
wiederhergestellt 1986"
Der Mittelpunkt Europas wird an verschiedenen anderen Orten angenommen, vgl. hiezu Artikel
und Karte
Mittendrin
...
Hauptmann Netuschill vom k. k. militärgeographischen Institut zu Wien
vermaß 1887 mit seinen Ingenieuren den Kontinent und stellte fest, dass
die exakte Mitte Europas im toten Winkel der ukrainischen Waldkarpaten,
nahe der Kleinstadt Rachiv liegt. Hundertvierzehn Jahre später - ein
Besuch. Am Straßenrand, 47° 58 Minuten nördlich des Äquators, 24° 12
Minuten östlich von Greenwich steht ein Braunbär. Gegen ordentliche
Bezahlung übersetzt er die Inschrift auf dem Gedenkstein: "Locus
perennis ... der ewige Ort".Sergej besitzt als Einziger in der Region
eine Sofortbildkamera. Im Bärenfell schwitzt seine Frau. Im Sommer
warten sie auf Touristen, die sich im Zentrum Europas fotografieren
lassen wollen - meist vergebens.
Auf der "Straße des
Friedens" steht ein Kiosk. Darin die schlohweiße Raja. Sie ist klein,
alt und nach eigenem Bekunden "Mitteleuropäerin".In Österreich geboren
ging sie in der Tschechoslowakei zur Schule, gebar in Ungarn einen
Sohn, schlug sich in der Sowjetunion als Näherin durch und verbringt
nun ihren Lebensabend im ukrainischen Kiosk. Bewegtes Leben? "Nie
rausgekommen aus der Mitte Europas", sagt die alte Raja. Nur die
Besatzer haben in Rachiv gewechselt, öfter als irgendwo sonst in der
Welt.Wenn man sie nach der "Mitte" fragt, lächelt die Alte und deutet
auf ihre Armbanduhr. Sie zeigt acht Uhr. Auf dem gesamten Staatsgebiet
der Ukraine ist es aber offiziell bereits zehn - Kiewer Zeit."Nicht für
uns in Rachiv. Wir haben europäische Zeit".
Ein
Besucher erklärt: "Hier
leben Zigeuner, Polen, Deutsche, Moskitten (Russen), Italiener und
Juden." Sein Nachbar unterscheidet lediglich zwischen "Ukrainern und
dem Rest".
Ernest Neumann (90) ist der letzte Chasside in Rachiv. Er spricht neun Sprachen. Wenn er von »de
Jidden« erzählt, von Vertreibung und Mord, vom Ende einer europäischen
Kultur, dann spricht er deutsch.1940 von ungarischen
Nazikollaborateuren verhaftet, entkam er, floh bei Jassinja über die
Grenze in die Sowjetunion und landete als "deutscher Spion"(!) in einem
Straflager bei Workuta am Polarkreis.Als er 1947 zurückkehrte gab es
keine Juden mehr in Rachiv:"Ich hab im ganzen Leben gewollt nicht
anders, als weg von de Mitten Europa." Neumann blieb…
aus:
Stanislaw Mucha, Die Mitte (Film 90 Min., 2004) --> pdf
(16 Seiten 1MB)
Symbole der Bukowina#

Geschichtlicher Überblick#
Zunächst Teil des
selbständigen Fürstentums Moldau,
14.Jh. türkisch, später teils polnisch,
teils russisch. Nach der Erwerbung
Galiziens 1774 von Österreich
besetzt, 1775 von
der Pforte an Österreich abgetreten. Ab 1786 Teil des Königreiches Galizien, 1848
selbständiges Kronland 1919 kam das Land an Rumänien.
1944
wurde die Nord-Bukowina von den Russen besetzt. 1947 trat Rumänien dieses Gebiet samt Czernowitz an
die Sowjetunion ab.
1991 Teil der unabhängigen Ukraine.
Historische
Hauptstadt: Czernowitz. Fläche: 10.041
km² mit 730.000 Einwohnern (1910).
Bevölkerung: Ukrainern, Rumänen, Juden.
1910 ca. 21% Deutsche
Die Heraldik#
\In der Antike gehörte das Gebiet der Bukowina
(= Buchenland)
zur römischen Provinz Dakien
.
Ludwig der Große von Ungarn (1326-1382) vertrieb die Mongolen aus dem
Land. Die ungarische Herrschaft in der Bukowina dauerte aber nur von
1342 bis 1348. In der Folge bildete die fast unbesiedelte Bukowina
einen Teil des selbständigen Fürstentums Moldau,
welches um die Mitte des 15. Jahrhunderts unter die türkische
Oberhoheit gelangte. Der Norden war bis 1499 polnisch und wurde erst in
diesem Jahr mit der Moldau vereinigt. 1768 bis 1744 besetzten die
Russen die Bukowina. Nach der Erwerbung Galiziens
war die Bukowina für Österreich von großer strategischer Bedeutung. Aus
diesem Grunde besetzten 1774 österreichische Truppen das
Land. 1775 wurde es von der Pforte an Österreich abgetreten, wobei
Bestechungsgelder eine große Rolle spielten. Von 1786 an war es als
Czernowitzer Kreis Teil des Königreiches Galizien. 1848 wurde das
Herzogtum ein selbständiges Kronland und erhielt 1862 ein eigenes
Wappen. 1919 kam das Land an Rumänien. 1944 wurde die Nord-Bukowina
(der Teil nördlich des 48. Breitegrades) von den Russen besetzt. 1947
trat Rumänien dieses Gebiet samt Czernowitz an die Sowjetunion
ab.
Das Wappen der Bukowina
(1848-1918) war von Rot und Blau gespalten und mit einem schwarzen,
ausgerissenen, silbergehörnten, rotbezungten, von drei goldenen Sternen
begleiteten Kopf eines Auerochsen (Büffels) belegt.
Der Auerochsen-
oder Büffelkopf war das alte Symbol des Moldaufürstentums.
Einer rumänischen Legende zufolge geht dieses Zeichen auf
eine Auerochsenjagd zurück, die der Wojwode Drago
(14. Jh.) abhielt. Bei dieser Jagd wurde seine Hündin Molda tödlich
verletzt, worauf der Heerführer einen Fluss nach ihr benannte, von
welchem sich später der Name des Fürstentums Moldawien (rum. Moldawa)
ableitete. Nach einer anderen Version der Legende wurde der Wojwode von
300 Männern begleitet, die später das Dorf Boureni
(von Bour = Auerochs) gründeten, die erste Ansiedlung des
Fürstentums.


Dieses
Motiv findet
sich bis auf den heutigen Tag in den offiziellen Wappen der Region:



Umgekehrt hat sich die
ursprüngliche Symbolik der Bukowina, das Buchenlaub,
im Wappen von Stadt und Umland der ehemaligen Festung Chotin
am Dnestr (der Sage nach hatten die türkischen Angreifer die Tochter
des Stadtkommandanten in der Stadtmauer eingemauert), in der
Symbolgeschichte der Stadt Czernowitz (siehe Wappen
der Sowjetzeit unten) und im Wappen des heutigen Regierungsbezirkes
von Czernowitz (Chernivets'ka oblast).



Das Wappen
des Umlands von Czernowitz stammt von O. Kryvorychko. Es enthält rechts
das halbe Wappen der Stadt ohne Dreizack, links in Grün drei Bucheckern
und ist von Buchenzweigen mit herbstlich-braunem Laub umrahmt, das von
blau-gelben Bändern zusammengehalten wird.
Der
Falke, der das Wappen des Chernivets'ka Oblast krönt,
stammt von einer alten slawischen Keramik.
--> Zum Gesamtthema Bukowina
vgl. die instruktive Website http://bukowina.info/
Symbole der Stadt der Stadt Czernowitz / Tscherniwzi#
Einen großen Plan der heutigen Stadt Tscherniwzi finden sie hier
Siegel und Wappen#
Die österreichische Periode (1775-1918)#
Die Stadt Czernowitz
erhielt bereits 1784 ein eigenes Wappenzeichen: ein silbernes offenes
Stadttor mit sieben Zinnen, über welchem acht Steine in zwei
Reihen schweben. Im Stadttor einen einfach gekrönten Doppeladler, die
Brust mit dem österreichischen Bindenschild belegt, darunter zwei
gekreuzte Lorbeerzweige. Die Zeichnung dieses
Siegels findet sich auf der äußerst informativen Website http://bukowina.info/
mit der Umschrift "Czernowizer
Stadt Sigel 1784"
. Dort wird auch die folgende Siegelkapsel
präsentiert:

Die Website "Civil Heraldry"
des Niederländers Ralf Hartemink zeigt eine
Wappendarstellung, die dieser Form relativ nahe kommt (der Unterschied
liegt in der Zahl der Zinnen und Steine). Nach der Abbildung
in Meyer's
Konversationslexikon von 1895 und nach der Darstellung im Buch
"Städtewappen von Österreich-Ungarn" von H. G. Ströhl (1904) hatte das
Stadttor nur fünf Zinnen, dafür aber schwebten über ihm sieben bzw.
zehn Steine in zwei Reihen.
Die tatsächliche Entstehungsgeschichte des letzten Wappens der Stadt Czernowitz vor 1918
ist etwas kompliziert. Sie geht auf den Wunsch der Stadt zurück, aus
Anlass des 60-jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josephs I., -
und vor der 500-Jahrfeier - eine neue Stadtfahne anzuschaffen. Da eine
geeignete Vorlage dafür nicht aufzufinden war, wurde im Wege eines
Ansuchens in Wien eine neue Wappenzeichnung geschaffen, die am 20. Juni
1908 offiziell gewährt wurde. Dr. Michael Göbl vom
Österreichischen Staatsarchiv hat den genauen Vorgang und die
Beschreibung des Wappens dokumentiert. Der
Vorgang kann hier nachgelesen werden
.
Und so sah das Wappen aus:
Die rumänische Periode#
(1918 -1940)
Das Wappen
von Czernowitz
/ Cernăuţi war unter der rumänische Herrschaft
leicht geändert worden. Aus dem Stadttor war eine zweitürmige, silberne
Festung in Rot geworden, in deren Torbogen ein schwarzer
Auerochsenkopf, das Symbol der Moldau, schwebte, von einer goldenen
Rose und einer goldenen Mondsichel beseitet. Zwischen den Hörnern
befand sich ein sechseckiger silberner Stern und über dem Tor eine
goldene Rose. Der Schild wurde von einer silbernen Mauerkrone mit
sieben sichtbaren Zinnen gekrönt.
Die sowjetische Periode (1940 -1991)#
Nach der Eingliederung in die Sowjetunion zeigte das Wappen der Stadt Czernowitz / Tschernowzi in Blau eine roten bezinnten Torbogen der mit dem Zeichen von Sichel und Hammer in Gold besetzt war. Im Torbogen wurde ein silbernes Gebirge sichtbar, darunter grüne Buchenblätter und zwei horizontale Wellenlinien in Silber. Das Tor erinnert an den Haupteingang der Universität, die ja ursprünglich Sitz des orhtodoxen Metropoliten war.



Die moderne Periode (seit 1991)#
Das heutige Wappen von Czernowitz / Tscherniwzi lehnt sich an das alt-österreichischen Wappen an. In einem mit sieben Zinnen besetzten silbernen Stadttor in Rot schwebt der goldene Dreizack, das Symbol der Ukraine. Über dem Stadttor acht Steine in zwei Reihen, unter dem Stadttor zwei Lorbeerzweige, die von einem blau-gelben Band zusammen gehalten werden. Der Schild ruht auf einem goldenen Wappenmantel und wird vont einer silbernen Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen bekrönt.



Verschiedene Ausführungen des modernen Wappens von Czernowitz
Das
Rathaus von Czernowitz
Das
1843-1846 erbaute, aber erst am 20. März 1848 offiziell eröffnete
Rathaus am Ringplatz/Zentralplatz, wurde von einem großen Doppeladler
gekrönt, der - wie der "König der Lüfte" selbst - hoch über der Stadt
zu schweben schien. Der Doppeladler ist seinem Wesen nach ein uraltes
Schutzsymbol, weil seine beiden Augenpaare in alle Richtungen sehen
können. In der ö.-u. Monarchie breitete er seine Schwingen über den
Vielvölkerstaat aus - zusammen mit dem Porträt Franz Joseph I., des
"alten Kaisers", war er wichtigstes Staatssymbol.
Heute
weht über dem Wahrzeichen der Stadt die ukrainische
Flagge. Die Fassade trägt das Stadtwappen
und eine Uhr, die auf besondere Weise schlägt.
Täglich um 12 Uhr erscheint auf dem Turm ein Mann in
Huzulentracht, der mit einem Trompetensignal die Mittagsstunde angibt.
Frühere Berichte sprechen davon, dass zur vollen Stunde die Trembita
in die vier Windrichtungen geblasen wurde, während die Viertelstunden
durch Pfiffe angezeigt wurden.
Das Denkmal der Austria#
Siehe hiezu den eigenen Beitrag
Ein
wichtiger Faktor für die ukrainische Identität sind die ethnischen
Minderheiten, deren bekannteste die Huzulen sind.

Zum Thema Czernowitz vgl. die instruktiven Websites:
http://www.czernowitz.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz
http://www.city.cv.ua/English/
Die
Ukraine ist ein
europäisches Land - ihre Orientierung auf Europa ist deutlich zu
spüren.

Aktuelle Literatur:
--> Helmut Braun (Hg.) Czernowitz - Die Geschichte einer untergegangenen Kulturmetropole, Ch. Links Verlag, Berlin September 2005, 181 Seiten, zahlreiche Abbildungen, EUR 29,90 - bei Amazon kaufen

--> Evelyn Scheer / Gert Schmidt, Die Ukraine entdecken, Trescher Reihe Reisen, Berlin 2004, 508 Seiten,
EUR 19,95 - bei Amazon kaufen

--> Reinhold Czarny/Oksana Nakonechna: Foto-DVD und Film-DVD über Czernowitz: http://www.mythos-czernowitz.eu/
Weitere Websites zum Thema Ukraine und Czernowitz:
Osteuropa-Info: http://www.osteuropa-infoseite.de/ukraine.htm
Bukowina-Forschungszentrum
Czernowitz: http://hosted.sacura.net/oldfriends/bz/Deutsch/zag_inf.html
http://www.ukremb.at/
Neuere Geschichte: http://www.ukraina.at/geschichte.html
Religion und Zeittafel: http://www.ukremb.at/aktuell/allgemei.htm
OffizielleStadt-Site: http://www.city.cv.ua/flash/English/index_bis.html
Symbole der Regierungsbezirke der Ukraine
Dieser Artikel wird
laufend ergänzt -
Hinweise willkommen.


































