Bezirksmuseum Alsergrund#
1090 Wien 9, Währinger Straße 43Bereits in den 1920er-Jahren war die Einrichtung eines Heimatmuseums geplant, das Projekt scheiterte aber ebenso wie 1935. 1959 wurden Ausstellungsräume im Haus der Bezirksvorstehung eröffnet, 1970 die "Galerie Alsergrund", die erste ihrer Art, in der Künster aus dem Bezirk unentgeltlich ausstellen konnten. 1972 kam ein Teil der Wohnungs-Einrichtung Heimito von Doderers in das Museum, wo eine Gedenkstätte für den Schriftsteller entstand. Das Arbeitszimmer des Dichters Erich Fried und ein Arthur-Schnitzler-Memorial kamen später dazu. 2009 verfügt das Bezirksmuseum Alsergrund über 1000 Exponate in sechs Sälen. Themenschwerpunkte - die durch spezielle Führungen erschlossen werden - sind: Das Werden des Bezirkes, Welt der Medizin, Arbeitswelt, Literatur im IX., Heimito von Doderer, Arthur Schnitzler, Judentum am Alsergrund. Dabei ist das markanteste Objekt ein Ghettogrenzstein aus dem Jahr 1656, der im Fundament eines Hauses eingemauert war, 1975 geborgen und ins Museum gebracht wurde. Nachdem das Museum schon seit 1960 vierteljährlich Mitteilungsblätter herausgibt, werden nun auch eine eigene Kinderzeitung und neue Medien wie Videofilme oder Fotos auf CD angeboten. Ein besonderes Anliegen des Museumsleiters sind interaktive Workshops für Kinder.
Museumsleiter: Dr. Willi Urbanek
Quellen: Andrea Hauer: Handbuch der Wiener Bezirksmuseen. Wien 1995
Homepage
Bilder: Bezirkswappen: Michelbeuerngrund, Himmelpfortgrund, Thurygrund, Alservorstadt, Lichtental, Althangrund, Rossau
Bezirksmuseum im Amtshaus Alsergrund © Peter Diem
Ghettogrenzstein, 1656 © Willi Urbanek
Kinderecke, Fenster des Karolinen-Kinderspitals © Willi Urbanek



