Bezirksmuseum Mariahilf#

1060 Wien 6, Mollardgasse 8

Geschichtsinteressierte Mariahilfer planten vor dem Zweiten Weltkrieg die Gründung eines Heimatmuseums, doch war eine Aufstellung erst 1951 in der Gumpendorfer Straße 4 möglich. 1982 übersiedelte das Museum in das denkmalgeschützte ehemalige Gebäude Wiener Arbeiterkrankenkassa, das 1914 als letztes Jugendstilhaus Wiens errichtet wurde. 2008 eröffnete das Bezirksmuseum Mariahilf nach Renovierungsarbeiten seine neue Schausammlung. Zugleich entstanden das Glasmuseum und das Naschmarktmuseum als Teile der Dauerausstellung. Als deren Prunkstück gilt das 3 mal 3 Meter große Modell des Bezirksteiles Magdalenengrund („Ratzenstadl“). Der Maler Anton Bienert, der auch zahlreiche Aquarelle dieser Gegend schuf, baute es um 1900. Weitere Schwerpunkte sind das Theater an der Wien, Künstlerpersönlichkeiten wie der Maler Friedrich Amerling und eine umfangreiche Sammlung von Münzen, Medaillen und Gemmen. Die Museumsmitarbeiter sehen Dokumentation und Vernetzung lokaler Projekte zur Zeitgeschichte als wichtigste aktuelle Aufgaben. Dies geschieht durch Sonderausstellungen, themenbezogene Veranstaltungen, Workshops und Oral History-Projekte.

Museumsleiter: Dr. Erich Dimitz

hmw


Quellen: Andrea Hauer: Handbuch der Wiener Bezirksmuseen. Wien 1995
Homepage

Bilder: Bezirkswappen: Laimgrube, Windmühle, Mariahilf, Magdalenengrund, Gumpendorf
Austellungssaal kurz vor der Eröffnung 2008 © Bezirksmuseum

« Diese Seite wurde am Dienstag, 10. November 2009, 20:12 von Wolf Helga Maria erstellt, zuletzt geändert am Freitag, 12. März 2010, 04:16 von Wolf Helga Maria (Version 12).  
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